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12.8.2020

 

(c) Helene Rettenbach

ANDERS WOHNEN - Die Motive & Wohnformen

Immer mehr Menschen denken darüber nach, in neuen Wohnformen zu leben. Das Netzwerk fasst sie kurz aus dem Blickwinkel der persönlichen Motivation zusammen:


„Ich für mich“ Bleiben wo ich bin
bezieht sich auf Wohnformen, die an der bereits bestehenden Wohnsituation ansetzen. Es spricht Menschen an, die möglichst lange und möglichst selbständig in ihrem häuslichen Umfeld bleiben wollen. ANDERS heißt hier einerseits, die Wohnung baulich an die jeweiligen Ansprüche anzupassen und barrierefrei zu gestalten. Andererseits ist die Versorgung im Wohnumfeld und in der Nachbarschaft zu sichern.


„Ich mit Hilfe anderer“ Wohnen mit Versorgungssicherheit
ist ein Dienstleistungskonzept und bietet Versorgung durch professionelle Träger. Das Wohnen im Pflegeheim passt zwar auch in diese Definition, ist aber hier nicht gemeint. Das Spektrum reicht vom betreuten Wohnen bis zur Pflegewohngemeinschaft.


„Ich mit anderen“ Gemeinschaftlich Wohnen
meint gemeinschaftliche, selbstorganisierte Wohnprojekte. Die beteiligten Menschen teilen freiwillig und bewusst bestimmte Bereiche ihres Lebens räumlich und zeitlich miteinander.


„Offen“ Weitere Wohnkonzepte
Zwischen den angeführten Wohnformen gibt es Überschneidungen, sowie noch ungenannte Wohnmodelle. Wer aufmerksam durch Dörfer und Wohngebiete geht, dem fallen leer stehende oder wenig genutzte Häuser auf. Wo aber weniger Menschen leben, verschwindet nach und nach Infrastruktur und Alltagsleben.


Was kann der Einzelne tun? Wie kann eine Kommune planen? Wo gibt es Unterstützung und Fördermöglichkeiten?
Das vierte Themenfeld im Netzwerk lässt darum Raum für weitere Ansätze – auf der Suche nach altersunabhängigen, innovativen Wohnprojekten. Z.B. Umnutzung leer stehender Gebäuden aller Art, Quartierskonzepte, Füllen von Baulücken, aber auch Durchmischung in neuen Bebauungsplänen. Ziel sind lebendige Ortskerne.